Maltesischer Frachter “Michalis San” von Schweden festgesetzt

Schwedische Streitkräfte haben die Bewegungen eines in Malta registrierten Massengutfrachters am Sonntag genau überwacht, nachdem ein Glasfaserkabel zwischen Lettland und Schweden beschädigt worden war.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, dass das Schiff das Glasfaserkabel um 0045 GMT passiert. Es gebe Informationen, dass mindestens ein Datenkabel zwischen Schweden und Lettland in der Ostsee beschädigt worden ist. Das Kabel gehört einem lettischen Unternehmen. Das Schiff ist im Besitz eines bulgarischen Unternehmens.

Bild berichtet,  daß es sich bei dem verdächtigen Schiff –  laut der lettischer Marine – um die „Michalis San“ handele, die sich zum betreffenden Zeitpunkt neben zwei weiteren Schiffen in der Region befunden habe. Der Kabelschaden soll in schwedischen Gewässern in rund 50 Metern Tiefe aufgetreten sein.

Die lettische Marine soll das bereits beschlagnahmte Schiff inspizieren. Das Vorgehen werde mit der Nato koordiniert. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina berief eine außerordentliche Kabinettssitzung ein.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66) sprach Lettland und Schweden „volle Solidarität“ der Europäischen Union aus. Die „Widerstandsfähigkeit und Sicherheit“ der kritischen Infrastruktur sei für die EU von höchster Bedeutung, schrieb sie auf X.

Anfang dieses Monats kündigte die NATO eine neue Überwachungsmission in der Ostsee an, an der Patrouillenschiffe und Flugzeuge beteiligt sind. Ziel ist es, Versuche abzuschrecken, die unterseeische Infrastruktur in der Region anzugreifen.

„Wir haben ein Kriegsschiff, das Tag und Nacht rund um die Uhr in der Ostsee patrouilliert, so dass wir es schnell entsenden können, sobald wir von dem Schaden erfahren“, sagte der lettische Marinekommandeur Maris Polencs am Sonntag bei einer Pressekonferenz.

„Es gibt Informationen, die darauf hindeuten, dass mindestens ein Datenkabel zwischen Schweden und Lettland in der Ostsee beschädigt worden ist. Das Kabel gehört einem lettischen Unternehmen“, schrieb er auf X.

Kommentar verfassen