Arbeiten auf Malta

Malta gehörte bis zum Jahre 1964 zu Großbritannien. Seit Mai 2004 zählt die Republik zu den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Die Republik Malta ist mit einer Einwohnerzahl von rund 400.000 Menschen der kleinste europäische Inselstaat. Malta liegt im Mittelmeer 93 km südlich von Sizilien und 288 km nördlich von Afrika. Die winzige Republik besteht aus mehreren unbewohnten und den drei bewohnten Inseln Malta (246 km²), Gozo (67 km²) und Comino (etwa 3 km²). Maltas Hauptstadt heißt Valetta, zu den größten Städten gehören Birkirkara, Qormi und Mosta.

Die Amtssprachen sind Maltesisch und Englisch. Maltesisch hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt und enthält auch Sprachanteile aus dem Italienischen, Spanischen, Französischen und Englischen. Das Klima auf Malta ist subtropisch, die Durchschnittstemperatur beträgt 19 Grad Celsius. Malta verfügt über ein sehr geringes Süßwasservorkommen und ist laut Angaben der Vereinigten Nationen (UN) das wasserärmste Land der Welt. Auf den maltesischen Inseln befinden sich die Ruinen steinzeitlicher Tempelanlagen, römischer Aquädukte und Wehranlagen des bekannten Malteserordens.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Viele Malteser haben gleich mehrere Jobs, da das Lohnniveau immer noch recht niedrig ist. Lediglich auf dem Sektor Finanzdienstleistungen bestehen bessere Verdienstmöglichkeiten. Deutsche, die auf Malta arbeiten wollen, benötigen keine Arbeitserlaubnis. Alle Bundesbürger können sich dort bis zu 90 Tage pro Halbjahr ohne Visum aufhalten. Für einen längeren Aufenthalt muss allerdings eine Genehmigung beantragt werden. Wer bereits einen Arbeitgeber gefunden hat, dem wird diese Genehmigung in der Regel ohne Probleme zugeteilt werden.
Die Arbeitslosenquote auf Malta liegt bei etwa 5,6 Prozent. In Sachen Arbeitsuche gilt trotz des EU-Beitrittes der Republik: Besonders gefragte Kenntnisse und Fähigkeiten oder gute Kontakte sind wichtig, wenn die Arbeitsuche erfolgreich verlaufen soll. Das so genannte Beschäftigungsbarometer (Employment Barometer) ermittelt halbjährlich unter den rund 1.100 Arbeitgebern die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt. Aus den jüngsten Untersuchungen geht hervor, dass vor allem Fahrzeugausrüster, Hoteliers und Gastronomen über einen Mangel an qualifizierten Fachkräften klagen.

Deutsche Firmen stellen in der Republik den größten Teil ausländischer Direktinvestoren. Über 50 deutsche Firmen oder Niederlassungen produzieren dort Exportartikel wie Textilien, Elektronik, Software sowie Spielzeug, Schulranzen und Brillengestelle oder bieten Dienstleistungen an. Deutsche Firmen beschäftigen damit über zehn Prozent der lokalen Arbeitskräfte. Als Abnehmer maltesischer Produkte steht Deutschland an vierter Stelle; bei der Ausfuhr deutscher Produkte nach Malta an dritter Stelle.

Die bedeutendsten Wirtschaftszweige Maltas sind Exportproduktion, Tourismus, Finanzdienstleistungen und Schifffahrt. Größter Arbeitgeber und Exporteur ist die Firma ST-Microelectronics, bei der etwa 2.400 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Malta ist zweitgrößter EU-Flaggenstaat (fünftgrößter weltweit) mit ca. 28 Mio. Tonnage. Der Container-Freihafen liegt direkt auf der West-Ost-Route durch den Suezkanal und ist zurzeit an die CMA/CGM-Schifffahrtslinie und P&0 Ports (UK) vermietet.

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Quellen: EURES, Auswärtiges Amt

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